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Die Pille als Waldschutz
Bonga ist ein Regenwaldgebiet im Südwesten Äthiopiens. Gefahr droht dem Wald durch die wachsende Zahl der Bewohner in den Dörfern. Die Menschen sind sehr arm und verfügen oft nicht über das Lebensnotwendigste. Viele Bauern roden den Wald und bebauen das Land, um wenigstens das Überleben ihrer kinderreichen Familien zu sichern. Inzwischen ist der Waldbestand in Äthiopien von 37 Prozent auf drei Prozent gesunken.
Viele Menschen am Bonga Regenwald sehen nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen großen Familien, Armut und Waldzerstörung gibt. "Meine Kinder werden mich im Alter versorgen", davon ist Fasil überzeugt. Dass seine Kinder dann vielleicht kein Land mehr vorfinden, das sie bebauen können, sieht er nicht.
Zugang zu Familienplanung verbessert
Im Projekt "Bonga Forest" engagieren sich neben der DSW, "GEO schützt den Regenwald e.V." und dem "Naturschutzbund Deutschland e.V." ein Konsortium aus Unternehmen und Organisationen, um Maßnahmen zum Umweltschutz und Angebote zur Familienplanung und Gesundheitsfürsorge zu integrieren. Die Zusammenarbeit war erfolgreich: Das Netzwerk von insgesamt 17 Jugendklubs wurde durch intensive Betreuung gestärkt. Insgesamt 2.400 Jugendclubmitglieder konnten sich in kleinen Lerngruppen über Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit informieren und austauschen.
Neue, umweltverträgliche Einkommesquellen helfen den Wald zu schützen
Es wurden große Fortschritte erzielt, die wirtschaftlichen Grundlagen der Familien am Bonga Wald zu verbessern und so die Natur zu schützen. Neue Vermarktungsstrategien und Maßnahmen zur Qualitätssicherung garantieren den Kaffeebauern ein Einkommen über den Weltmarktpreisen. Gleichzeitig werden der Wildkaffee in seiner genetischen Vielfalt und seine Heimat, der äthiopische Regenwald, geschützt. Gesundheitsaufklärung zu den Themen Familienplanung, Schutz vor Aids und Geburtshilfe trugen zur entscheidenden Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien in der Region bei.
2010 haben unsere Projektpartner einen großen Erfolg feiern können: Die Wildkaffee-Wälder in der Region Kafa wurden als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Die DSW hat sich schon jetzt dafür entschieden, auch weiterhin Aufklärung für die Jugendlichen in diesem Projektgebiet zu betreiben. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung!
Informationen zum Biosphärenreservat finden sie hier. Foto: GEO/Reiner Klingholz
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