Ein Blick auf das Jahr 2005
Weltbevölkerung: Arm und Reich im Vergleich
Hannover, 15. Dezember 2005.
Die
Weltbevölkerung wird zum Ende des Jahres 2005 einen neuen Höchststand
erreichen: Voraussichtlich 6.517.279.141 Menschen werden in der Nacht
zum 1. Januar das neue Jahr begrüßen. Diese aktuelle Zahl gibt
die
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahresende bekannt.
Damit ist die Weltbevölkerung seit 1999 um mehr als eine halbe
Milliarde gewachsen. Und sie wächst weiter: alle zwei Sekunden um fünf
Menschen. Das sind mehr als 1,5 Millionen pro Woche und etwa 80
Millionen jährlich. Fast so viele Menschen, wie Deutschland Einwohner
hat.
95 Prozent dieses Wachstums findet in den Entwicklungsländern
statt.
Ein Vergleich der Lebensverhältnisse von Arm und Reich im Jahr 2005:
In Äthiopien...
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In Deutschland...
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• ... leben 77,4 Millionen Menschen. Mit einer Gesamtfruchtbarkeitsrate
von 5,9 Kindern pro Frau wächst das ostafrikanische Land schnell: Im
Jahr 2050 wird es voraussichtlich 170,2 Millionen Äthiopier geben. Das
sind mehr als doppelt so viele wie heute. |
• ... leben 2005 insgesamt 82,5 Millionen Menschen. Weil die Fertilität
nur bei 1,3 Kindern pro Frau liegt, wird die Bevölkerung bis 2050
voraussichtlich schrumpfen: Dann gibt es nur noch 75,1 Millionen
Deutsche.
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• ... liegt die Lebenserwartung bei der Geburt bei nur 48 Jahren. Frauen werden durchschnittlich 49 und Männer 47 Jahre alt. |
• ... ist die Lebenserwartung mit 79 Jahren deutlich höher. Hier werden Frauen im Durchschnitt 81 und Männer 76 Jahre alt.
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• Wenn Äthiopien ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, würden dort 44
Kinder unter 15 Jahren und drei ältere Menschen über 65 Jahren leben.
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• Wenn Deutschland ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, gäbe es dort mehr
Alte als Junge: Dort lebten nur 15 Kinder, aber dafür 18 ältere
Menschen. |
• 15 Prozent der äthiopischen Bevölkerung lebt in Städten.
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• ... ist die Urbanisierung mit 88 Prozent fast sechs Mal so hoch. |
• ... liegt der Energieverbrauch im Durchschnitt bei 297 Kilogramm Erdöleinheiten pro Kopf.
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• ... verbrauchen die Menschen durchschnittlich fast 15 Mal soviel Energie: 4.198 Kilogramm Erdöleinheiten pro Kopf.
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• ... haben etwa 78 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
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• ... kann jeder Mensch jederzeit sauberes Trinkwasser aus der Leitung zapfen.
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• ... sterben immer noch 1.000
Frauen pro 100.000 Lebendgeburten an Komplikationen während der
Schwangerschaft oder bei der Geburt. Dies liegt vor allem daran, dass
nur sechs Prozent aller Geburten von einem Arzt oder einer Hebamme
betreut werden. Auch die Säuglingssterblichkeit ist mir 95 Todesfällen
pro 1.000 Lebendgeburten nach wie vor erschreckend hoch.
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• ... werden alle Schwangeren vor, bei und nach der Geburt medizinisch
betreut. Deshalb ist die Müttersterblichkeitsrate mit 8 Todesfällen pro
100.000 Lebendgeburten sehr viel niedriger. Auch die Babys haben in
Deutschland deutlich bessere Überlebenschancen: Hier sterben vier von
1.000 Säuglingen. |
• ... liegt der Anteil der
verheirateten Frauen zwischen 15 und 49 Jahren, die moderne
Verhütungsmittel anwenden, bei nur sechs Prozent.
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• ... verhüten 72 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter mit modernen Familienplanungsmethoden.
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• ... sind 4,4 Prozent der
Erwachsenen mit HIV infiziert. Besonders gefährdet sind junge
Frauen und Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren: Ihre Infektionsrate
beträgt 5,4 Prozent, während "nur" drei Prozent der jungen Männer
infiziert sind.
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• ... sind 0,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv. Die
Infektionsraten für junge Frauen und Männer sind mit 0,1 Prozent gleich
hoch. |
Weitere Informationen und Daten für mehr als 180 Länder der Welt finden Sie im DSW-Datenreport 2005, den Sie hier als pdf herunterladen können.
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